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Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben

AUGENBLICK - ein Gedanke aus dem Einblick 2018/24
Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben
Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben

Liebe Gemeinde,

Leben ist Beziehung. Leben ohne Beziehungen ist gar nicht vorstellbar, denn Beziehungen machen unser Leben erst bunt. Überall in unseren Beziehungen spüren wir das Leben. Und so stimmt es auch andersherum: Beziehung schafft Leben.

Im heutigen Evangelium spricht Jesus in der Synagoge von Kafarnaum über Brot und er spricht über sich. Er ist das Brot, das lebendige Brot vom Himmel, das die Menschen essen sollen. Das Brot wird zu Beginn dreimal genannt und am Schluss des Evangeliums ebenfalls dreimal. Brot als wichtiges Grundnahrungsmittel. Das leuchtet uns allen ein.

Dann jedoch wird Jesus sehr konkret. Das Brot ist mein Fleisch. Ich gebe es hin für das Leben der Welt. Was soll das jetzt? Brot ist doch kein Fleisch. Unverständnis auch bei den Hörern in der Synagoge. Viermal spricht Jesus vom Fleisch und um das ganze zu unterstreichen nimmt er den Begriff Blut noch dazu. Es geht um sein Fleisch und sein Blut. Er lässt wirklich keinen Zweifel: Mein Fleisch ist wirklich eine Speise, mein Blut ist wirklich ein Trank.

In diesen starken Bildern lässt der Evangelist Johannes die Wirklichkeit von Tod und Auferstehung Jesu, seine Lebenshingabe von Anfang an aufscheinen. Sie ist untrennbar mit seiner Person verbunden. Ein Begriff kommt noch häufiger vor als Brot, Fleisch und Blut: LEBEN. Es geht Jesus also in allem um das ewige Leben. Wer genau hinhört und sich nicht von der Rede über Fleisch und Blut abschrecken lässt, wird hören, dass es Jesus um Beziehung geht. „Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich in ihm.“ Jesus will eine Beziehung stiften zwischen sich und den Menschen, zwischen Gott und den Menschen, denn diese Beziehung schafft Leben.

Herzlichst Ihre

Simone Gerlitzki,Pastoralreferentin